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Ob es sich lohnt einen Förderantrag zu stellen ist abhängig vom jeweiligen Objekt und den geplanten Maßnahmen. Entsprechend ist die Frage, ob sich die Bundesförderung über KfW oder BAFA lohnt indiviuell unterschiedlich zu beleuchten. Benötigen Sie Hilfe bei der beantwortung dieser Frage, lohnt sich schon allein dafür eine Energieberatung. Auf dieser Seite sollen beispielhaft einige Sanierungsvorhaben vorgestellt werden und möglichst auch die Bauherren zu Wort kommen.
Dieses über 100 Jahre alte Fachwerkhaus wurde im Rahmen einer umfassenden Effizienzhaussanierung energetisch zukunftsfähig gemacht – mit dem Ziel, historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig einen zeitgemäßem Wohnstandard und ein gutes energetisches Niveau zu erreichen. Die energetische Fachplanung mit KfW-Effizienzhaus-Nachweis sowie die Baubegleitung durfte ich als Energieberaterin vollständig übernehmen. Verantwortlicher Architekt war Stefan Haar.
Das Gebäude liegt zwischen Celle und Hankensbüttel direkt an der Lachte und prägt mit seiner erhaltenswerten Fachwerkfassade das Ortsbild. Im Mittelpunkt der Sanierung stand daher der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz bei gleichzeitiger deutlicher Verbesserung der energetischen Qualität. Gefördert wurde das Projekt durch die KfW als Effizienzhaus Denkmal EE sowie zusätzlich durch das Landesamt im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms. Zum Zeitpunkt der Antragstellung gab es noch die Zuschussförderung der KfW. In der erreichten Effizienzhaus-Stufe waren dies 30 % Zuschuss auf die Sanierungskosten sowie 50 % Förderung der Energieberatung und Baubegleitung, so dass die gesamte KfW-Förderung mehrere Zehntausend Euro betrug. Im Maßnahmenkatalog berücksichtigt wurden Maßnahmen, die von der Bauherrenschaft ohnehin gewünscht oder notwendig waren, mit kleinen Anpassungen von Qualität und Dämmstärke.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der rechnerische Energiebedarf des Gebäudes wurde um 92 % reduziert. Im Energieausweis gelang der Sprung von der Energieeffizienzklasse H auf A+. Die spezifischen CO2-Emissionen sanken von 83,9 kg/(m²a) auf 15,3 kg/(m²a). In Bezug auf den Primärenergiebedarf ist das sanierte Gebäude damit vergleichbar mit einem Wohngebäude-Neubau nach GEG 2020. Lediglich der spezifische Transmissionswärmeverlust überschreitet mit 113,9 % des Soll-Wertes noch die Anforderungen an einen vergleichbaren Neubau – ein bei Fachwerk- und Denkmalgebäuden bauphysikalisch nachvollziehbarer Wert.
Dieses Projekt zeigt, dass ambitionierte Energieeffizienz, Fördermitteloptimierung und der Erhalt historischer Bausubstanz erfolgreich miteinander vereinbar sind – wenn Planung, Nachweisführung und Baubegleitung fachgerecht gut ineinandergreifen.
„So ein altes Haus steckt voller Überraschungen“ – den Spruch kennt man zur Genüge. Dass mir allerdings diverse Überraschungen nicht erspart blieben, hätte ich mir in diesem Umfang nicht vorstellen können! Nach dem Sandstrahlen der Außenhaut zeigten sich massive Probleme im Fachwerk und in den Gefachen, die vor den Ölfarbeanstrichen mit einem extrem harten Mörtel verputzt waren. Nachdem die Schichten von Farbe abgestrahlt waren, wurde das ganze Ausmaß der nun nötigen Sanierung sichtbar. Während des Entkernens des alten Gebäudes traten weitere Schäden zu Tage, die man vorher schlichtweg nicht sehen konnte vor lauter Gipskarton, Mineralwolle, Heraklit-Platten, Putz, Tapete u.s.w. Als sich dann auch noch herausstellte, dass entgegen der Planung die Sparren auf der Nordseite durch falsche Konstruktion der Dämmebene marode waren, wurde eine komplette Dachsanierung unumgänglich.
Dies war der Zeitpunkt, an dem ich mich mit einer möglichen KfW-Förderung beschäftigt und Frau Sandmann als Energieberaterin engagiert hatte. Ohne die Fördermittel wären die nun deutlich gestiegenen Sanierungskosten von mir nicht zu stemmen gewesen.
Zum Vorteil gereichte mir hierbei die Tatsache, dass das Haus komplett entkernt werden musste, um alle Baumarktsünden und Baukonstruktionsfehler auszumerzen. Die von Frau Sandmann im Sanierungsplan errechneten Vorgaben für Böden-Dach und Wandaufbauten waren daher beim Wiederaufbau ohne Probleme umzusetzen.
Bei Fragen war Frau Sandmann immer verfügbar und hatte für alles eine Lösung. Von der Antragstellung über die Baubegleitung bis zum Auszahlungsantrag der Fördergelder wurde ich sehr kompetent und geduldig begleitet und erhielt darüber hinaus noch sehr wertvolle Tips, die positive monetäre Auswirklungen hatten . Es ist ein so beruhigender Gedanke, dass das Haus jetzt wirklich vom Dach abwärts energetisch saniert werden konnte [...]. In den unruhigen Zeiten mit immer weiter steigenden Energiekosten und den möglichen latenten Energieengpässen ist es sehr beruhigend, einen wirklich erstaunlich niedrigen Energiebedarf für das alte, gerettete Haus erreicht zu haben, dank Frau Sandmann und der KfW-Förderung!
Die Bauherrin, Anfang 2026
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