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Energieberatung - Luftdichtheitsmessung


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Frage zur Leckageortung während der Dichtheitmessung:

Der BlowerDoor-Test steht an. Wie findet man Leckagen in der luftdichten Gebäudehülle?

Die meisten, die noch nie selbst an einer Dichtheitsprüfung (BlowerDoor-Test) teilgenommen haben, denken beim Thema Leckageortung zuerst an Theaternebel, weil sie das irgendwann schon einmal im Fernsehen gesehen haben. Meist spektakur in dicken "Rauchschwaden" aus einem Gebäude aufsteigend, dessen Qualität in Bezug auf die Dichtheit eher der einer alten Scheune als einem Wohnhaus ähnelt.

Ich kann nicht leugnen, dass ich meinen TinyFogger und die Nebelmaschine unglaublich gerne einsetze. Trotzdem kommt Theaternebel eher selten zum Einsatz und das nicht nur, weil es einer erhöhten Vorbereitung bedarf. Wem seine Ohren lieb sind, der sollte vorab alle Rauchmelder deaktivieren. Zudem mach es Sinn, alle Gebäudenutzenden, Nachbarn und unbedingt die Feuerwehr über den Nebeleinsatz zu informieren, um keinen falschen Feueralarm zu provozieren. Zuletzt muss das Wetter passen. Perfekt windstill und nicht zu sonnig sollte es sein - andernfalls bekommt man bei einem den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend normal dichten Wohnhaus von dem Nebel meist doch eher wenig zu sehen.

 

Und wie werden Leckagen dann geortet?

Kann man das irgendwie am Gerät ablesen? Diese Frage bekomme ich tatsächlich ab und an gestellt. So ist es natürlich nicht, aber es gibt handlichere Hilfsmittel zur Leckageortung. Ich selbst habe, wenn ich Leckagen sichtbar machen möchte, um sie auch fotografieren zu können, regelmäßig ein Anemometer in meiner BlowerDoor-Tasche. Da wären z.B. das Flügelradanemometer, dass ich sehr oft im Einsatz habe. Das ist praktisch, weil man daran sehen kann, dass das Rad sich dreht und bekommt direkt deinen Wert angezeigt. Für etwas für filigranere Details habe ich noch ein anderes Anemometer, das eigentlich für die Einregulierung von Lüftungsanlagen gedacht ist. Für Stellen, die schwer erreichbar sind, habe ich eine Armverlängerung mit einem Faden dran. Manchmal hängen Vorort auch ein paar Spinnweben oder Fasern, die im Luftstrom wackeln. Bei geeigneter Wetterlage kann auch die Thermografiekamera sinnvoll eingesetzt werden. Aber das allerbeste Werkzeug, das haben wir tatsächlich alle dabei: Wir Menschen sind unglaublich sensibel, wenn es um Zugluft geht, und deswegen können wir mit dem, was wir von der Natur aus mitbringen, wunderbar Leckagen orten.

Fühlen, sehen, hören, riechen, schmecken - Lecksuche mit allen Sinnen

Zur Leckageortung darf man alle seine Sinne verwenden. Alle nennenswerten Leckagen kann man tatsächlich mit den Händen fühlen oder mit jedem anderen Körperteil. Manche kann man auch riechen - das sind meistens eher nicht die angenehmen. Prädestiniert dafür sind ausgetrocknete Geruchsverschlüsse. Auch wenn die entsprechenden Installationen noch nicht vorhanden sind und der Unterdruck im Gebäude die Luft aus dem Kanal rauszieht, kann man das sehr gut riechen. Manchmal ist auch so, dass ein Lösemittelgeruch auftaucht. Wenn es nach Dachpappe riecht, ist das ein Hinweis, dass die luftdichte Ebene unter einem Flachdach nicht so luftdicht ist, wie sie sein sollte. Manche Leckagen kann man hören, wenn sie leise vor sich hin pfeifen oder laut rauschen - einen Eindruck erhalten Sie im Video.

Also kurz, man kann wirklich alle seine Sinne nutzen. Manche Leckagen kann man sogar schmecken. Wenn so ein Chemikaliengeruch in der Luft ist, hat man das Gefühl, man kann es auf der Zunge wahrnehmen. So, da haben wir eigentlich alle Sinne durch. Tasten, riechen, sehen, schmecken, hören. Also deshalb mein Plädoyer an jeden, der ein Bauvorhaben hat, in dem eine Luftdichtheitsprüfung ansteht: Verpassen Sie den BlowerDoor-Test nicht! Gehen Sie hin, machen Sie mit, denn es gibt eigentlich kaum eine andere Gelegenheit, bei der man ein Gebäude so gut kennenlernen kann. Für die Ausführenden bedeutet es, dass sie ihre Arbeit noch mal kontrollieren können, schauen können, wo Leckagen sind. Und ganz ehrlich, Leckagen, die fachgerecht abgedichtet wurden, bevor der Messdienstleistende sie findet, landen nicht im Protokoll. Und für Bauherren ist es natürlich umso spannender, denn es gibt kaum eine andere Gelegenheit, bei der Sie Ihr Gebäude so gut kennenlernen können - auch als Laien. Wenn der Druck erst einmal steht, ist es kinderleicht, Leckagen zu finden. Leckagen, die kann man wahrnehmen, kann ohne zusätzliche Hilfmittel. Das kann jeder! Lassen Sie sich das nicht entgehen und machen Sie einfach mit!

 

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Was Sie über die Luftdichtheitsmessung vielleicht noch nicht wussten

Mehr Interessantes zum Thema BlowerDoor-Messung und luftdichtes Bauen finden Sie im Themenbereich BlowerDoor. Dort lesen Sie unter Anderem:

letzte Überarbeitung Okt. 2026

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